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Unser Haus brennt – oder doch nicht?

Schwarz oder weiß? Oder doch grau? Brennt unser Haus „Erde“? Oder doch nicht? Alles polarisiert zurzeit und es gibt wenig Spielraum zwischen Links und Rechts, zwischen immigrationsfreundlich und antirassistisch, zwischen „Wir müssen das Klima retten“ und der „Die CO2-Lüge“. Im politischen und öffentlichen Diskurs führen oft Populisten und Extremisten die Themen an und die Parteien der sogenannten „Mitte“ haben kaum Narrative, um die Zukunft für uns positiv zu beschreiben und uns auf diese Reise mitzunehmen. Wer eigentlich gestaltet gerade unsere Zukunft? Was eigentlich genau ist unsere Zukunft? Was ist unsere Menschheitsvision? Wie viel Eigenverantwortung leben wir, um unseren Wohnort, das Bundesland, Deutschland, Europa zu gestalten? Wer trägt Verantwortung wofür?

Die Fragen enden nicht, die durch meinen Kopf gehen. Und alles endet an zwei Fragen.

  1. Warum tun wir das was wir tun, was ist der tiefere Sinn dessen?
  2. Und was ist unser Gefühl, wenn wir genau hinschauen, wenn wir ganz bei uns sind?

Zur ersten Frage, vielleicht ist es eine Frage des Alters, nach dem Grund hinter dem Grund zu fragen. Was ist der Zweck eines Handelns oder eben eine Geschäftsmodells? Was ist die Absicht? Welche Wirkung möchte ich bei den einzelnen Menschen, in der Gesellschaft und in der Natur erzeugen. Nur weil Dinge gerade trendy oder Hype sind, darf ich mir doch die Frage stellen, brauche ich das oder muss ich das auch tun. Gerade bei Digitalisierung in der Gesellschaft und Wirtschaft fällt mir auf, dass wir zwar Narrative haben, aber das WARUM oft sehr flach beantwortet werden kann. Wir tun es, weil wir es können, weil es jetzt möglich wird, weil alle es tun. Weil wir die Geilsten sind, wenn wir es zuerst tun. Was genau bedeuten aber diese Entscheidungen für Mensch, Gesellschaft und Umwelt? Wir können diese Fragen oft nicht beantworten, weil die Transparenz in der globalisierten und mit tausenden nicht überblickbaren und durchschaubaren Standards versehenen Welt verloren geht. Wir vertrauen anderen und die noch anderen, und so weiter.

Und genau an dieser Stelle komme ich zur zweiten Frage. Nehmen wir mal an, die Klimaforscher hätten mit der Annahme recht, dass wir kurz vor dem nicht umkehrbaren Kollaps stehen und extrem krasse Einschnitte in unseren Alltag benötigen. Wir unseren CO2 Fußabdruck radikal senken und auf fast Null bringen müssten. Unser Haus „Planet Erde“ bereits in Flammen steht. Wie können wir genau wissen, ob es 10 vor Zwölf oder eine Minute vor Zwölf ist auf der Klimauhr? Einige Forscher behaupten, dass das alles Quatsch ist und es sich um eine Klimalüge handelt, um Konzerne, Wirtschaft und Konsum anzukurbeln. Oder das die Darstellungen krass überzogen sind. Ich habe keine Ahnung, wer Recht hat. Aber ich habe eine Ahnung, wenn ich mich in die Natur begebe, wenn ich durch München laufe, wenn ich durch den Forst gehe. Wenn ich genau hinschaue, hinhöre oder hinrieche. Ich kann oft die Natur fühlen, wie sie kämpft, wie sie uns unterstützt, wie sie leidet und wie sie an vielen Stellen krank ist und zugrunde geht.

Nehmen wir nun an, die Klimaforscher haben mit der CO2-Dramatik nicht recht. Das bedeutet doch aber immer noch, dass wir Feinstaube, Stockoxide, Metalle, und andere sehr giftige Stoffe in die Natur bringen, die Lebewesen oder deren Existenzgrundlage schädigen. Dass wir Rohstoffe ohne Ende abbauen und in die Industrie bringen, um Konsumprodukte zu bauen, unsere Mobilität unterstützen und unser modernes Leben zu ermöglichen. Dass bedeutet, dass wir unseren Müll immer weiter zwischen- und endlagern oder in Meere kippen.

Nun zum Gefühl. Klima und Greta hin oder her, machen wir einfach weiter so? Wir wissen doch, wenn wir uns Zeit nehmen, hinzufühlen und hinzuschauen, dass wir an vielen der benannten Stellen an ein Ende, einen Kollaps, einen Engpass, an sehr große Probleme gelangen. Es ist also keine Frage, ob Klimaforscher mit der CO2-Problematik recht haben oder nicht. Unsere Umwelt braucht Hilfe, sonst kann sie nicht mehr unsere Lebensgrundlage sein. Eigentlich wissen wir das auch. Und doch machen wir an den meisten Stellen weiter wie bisher. Auch mir geht es so. Und das obwohl ich mich als sehr umweltbewusst einschätze. Es ist bequem, alle bisherigen Strukturen und Qualitäten zu nutzen. Es ist schwerer, diese zu umgehen, zu verändern und Alternativen zu finden.

Aber Schritt für Schritt geht es. In der Familie darüber reden und überlegen, was der nächste Schritt sein kann. Ernährung, alltägliche Mobilität, Urlaub in Deutschland oder zumindest Europa, nicht jedes Gadget, nicht immer das neueste iPhone, wo sind regionale Bezugsquellen, bewusster Fleischkonsum, Plastikvermeidung, mal wieder einfach mit Seife waschen/duschen. Es gibt so viele Ansatzpunkte.

Und, wenn jemand mal seinen Footprint, also den Grad der Nutzung der Erdressourcen ausrechnen will, das geht auf 2 von uns empfohlene Arten. Und egal ob man CO2 Fußabdruck oder den Gesamtfußabdruck berechnet, es ist ein Grad, wie viel wir benötigen und verschmutzen, nicht nur mit CO2. Und egal, ob das Haus „Erde“ schon brennt oder noch nicht, der Test macht schon was mit uns, denke ich. Bei mir hat er viel ausgelöst. Und ich stehe erst am Anfang.

 

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Nali Admin

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